von: Umweltinstitut München e.V.
30. Oktober 2020
Kommentar

Trotz alarmierendem Artensterben: Keine Agrarwende in Sicht

Der Zustand der Artenvielfalt in Europa ist alarmierend. Dies wurde nun einmal mehr mit der Veröffentlichung des aktuellen „Berichts zur Lage der Natur“ der Europäischen Umweltagentur deutlich. Maßnahmen, die dem Rückgang entgegensteuern sollen, greifen nicht. Als hauptverantwortlich für den Rückgang wird immer wieder die intensive Landwirtschaft ausgemacht. Mitte des Jahres machte die neue „Farm to Fork“-Strategie der EU Hoffnung auf eine Kehrtwende. Diese Hoffnung hat nun einen schweren Schlag erlitten: Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU ist nicht dazu geeignet, das Artensterben aufzuhalten.

© Buchtipp der Redaktion zu diesem Thema. Verlag Dr. Köster

Regelmäßig erreichen uns neue wissenschaftliche Untersuchungen, die belegen, wie schlecht es um die Artenvielfalt steht. Und trotzdem wird kaum etwas dagegen unternommen. Zwar gibt es Vorschläge von Seiten der Politik, die den Zustand der Artenvielfalt verbessern sollen und die zum Teil auch verpflichtend umgesetzt werden müssen. Doch bisher sind diese halbherzigen Bestrebungen ohne Wirkung geblieben. Als Hauptverantwortliche für den Artenrückgang wird immer wieder die intensive Landwirtschaft identifiziert. Wenn wir das Artensterben noch aufhalten wollen, muss dringend gehandelt weiterlesen...