von: Public Eye, Zürich
2. Dezember 2022
Kommentar

Export verbotener Pestizide: Public Eye deckt grosse Lücken in Schweizer Gesetzgebung auf

Ungeachtet einer Gesetzesverschärfung, die seit 2021 in Kraft ist, exportiert die Schweiz weiterhin verbotene Pestizide. Dutzende von gefährlichen Substanzen, die hierzulande verboten sind, entgehen den jüngsten Bestimmungen des Bundesrats. Dieser muss die Ausfuhr aller nachweislich gesundheits- oder umweltschädlichen Giftstoffen in Entwicklungs- und Schwellenländer endlich ganz verbieten.
Eine Mittelung der Public Eye aus Zürich:

© Public Eye Logo

Das im Oktober 2020 vom Bundesrat beschlossene Exportverbot für Pestizide, deren Produktion und Einsatz in der Schweiz untersagt sind, trat Anfang 2021 in Kraft, gilt aber nur für fünf Substanzen: Paraquat, Atrazin, Diafenthiuron, Profenofos und Methidathion. Die Ausfuhr aller anderen aus der Schweizer Landwirtschaft verbannten Pestizide ist weiterhin legal. Laut Dokumenten, die Public Eye vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) erhalten hat, hat das BAFU dem Basler Agrochemiekonzern Syngenta 2021 und 2022 erlaubt, jeweils mehr als 10 Tonnen Pflanzenschutzmittel weiterlesen...