von: H. S. Eglund
25. April 2021
Kommentar

Ende einer Dienstfahrt

Adolf Eichmann war der oberste Scherge in der Nazihierarchie der Judenmörder. Als Beamter auf Lebenszeit wurde er nach dem Krieg von der Regierung Adenauer geschützt. Bis ihn der Mossad aufspürte und zur letzten Reise lud – nach Israel, um ihn vor Gericht zu stellen.

© Harel/Verlag Andre Deutsch

Am 23. Mai 1960 trat Israels Ministerpräsident David Ben-Burion vor die Knesset in Tel Aviv. Sein Statement ging um die Welt: Der oberste Beamte der Abteilung IV B4 des ehemaligen Reichssicherheitshauptamts (RSHA) befindet sich in Gewahrsam in Israel und erwartet seinen Prozess. IV B4 war das Referat für Judenangelegenheiten der Nazimordmaschine. Dort liefen die Fäden der sogenannten Endlösung zusammen. Leiter des Referats war Adolf Eichmann. Der Mossad schlug zu In einer Nacht- und Nebelaktion hatte der israelische Geheimdienst Mossad in Buenos Aires zugeschlagen. 15 Jahre lang weiterlesen...