von: Heiko Schwarzburger
4. Februar 2013
Kommentar

Das Gedächtnis der Cluster

Wasser ist nicht gleich Wasser. Das weiß jeder, der einmal aus einer eisigen, frischen Bergquelle getrunken hat. Aus dem Hahn hier im Kiez kommt nicht selten nur ein müder, lauer Strahl: sauber zwar, doch klinisch tot. Die Renaturierung bringt den Geschmack und die Vitalität zurück.

© Memon

Für die einen ist es nur ein Durstlöscher, für die anderen das Lebenselixier schlechthin. Die Rede ist vom Wasser, das in der Natur in vielfältiger Form auftritt: als kostbares, trinkbares Nass, als Dampf oder Nebel und als Eis. Wer schon einmal frisches Quellwasser getrunken hat, schwört auf den Geschmack und die reinigende Wirkung. Im Jungbrunnen, Heilquellen, der Taufe und vielen anderen mythischen Metaphern wird dem Wasser eine spirituelle Wirkung zugeschrieben. Bei uns kommt das Wasser aus der Leitung. Von der „reinen, tiefen Quelle“ hat es einen weiten Weg zurückgelegt, floss weiterlesen...