von: H. S. Eglund
27. März 2022
Kommentar

Scharfenberg: Schatzsuche unter der Erde

Der Silberbergbau in Sachsen ist mindestens 800 Jahre alt. Erstmals werden die Gruben bei Scharfenberg im Meißner Land im März 1222 erwähnt, in kaiserlicher Depesche. Grund genug für Eglund, als gelber Zwerg selber in den Stollen einzufahren – zu einer faszinierenden Zeitreise.

© H.S. Eglund

Am 23. März 1222 entschied Friedrich II., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation einen merkwürdigen Streit: Der Bischof von Meißen und der Markgraf stritten um die Silbergruben bei Scharfenberg, einer kleinen Stadt im Bistum Meißen. Der Streit berührte eine grundsätzliche Frage des mittelalterlichen Bergbaus: Wem gehörten die Gruben? Dem Kirchenherr, also Rom? Oder dem Gutsherren, der weltlichen Macht? Das Bergregal entmachtete die Grundherren Damals verfügte der Kaiser, wer die Gruben ausbeuten durfte. Im sogenannten Bergregal entschied der Kaiser zugunsten des weiterlesen...