von: Petra Lohrmann
25. Juli 2022
Kommentar

Petra Lohrmann las: „Eine Nebensache“ von Adania Shibli

© Berenberg Verlag

Dieser schmale Roman nimmt den Atem, schnürt Kehle und Herz ein. Er verknüpft zwei Ereignisse, die Jahrzehnte auseinanderliegen, er beschreibt zwei Mal die Handlungen weniger Tage, die in einer zufälligen Verbindung miteinander stehen. Dass diese Verbindung existiert, zeigt, wie tragisch wenig sich Strukturen in Jahrzehnten verändern. Der Roman besteht aus zwei Teilen. Der erste spielt im August 1949 an der Südgrenze Israels in der Negev-Wüste. Ein Kommandant befiehlt und überwacht den Aufbau eines Militärlagers an der neuen Grenzlinie zu Ägypten. Zwei Hütten eines arabischen weiterlesen...