von: Urs Heinz Aerni
15. November 2021
Kommentar

„Mehr Achtsamkeit für das vorangegangene Leben“

Mario Theus wuchs mit der Jagd in Graubünden auf und machte einen vielschichtigen Dokumentarfilm über ein Handwerk, das in regelmäßig Debatten auslöst. Er erklärt im Interview seine Absichten mit seinem Film über „Wild“ und eröffnet damit Fragen zur Jagdkultur und unseren immensen Fleischkonsum.

© Marion Theus im Gespräch mit Urs Heinz Aerni für TV DIE REDAKTION

  Aerni: Bevor wir zur Kernaussage Ihres Filmes kommen, sei die Frage erlaubt, ob sich die fünf investierte Jahre für den Film gelohnt haben. Mario Theus: Ja, auf jeden Fall. Aus einer Gedankenspielerei beim Kaffeetrinken mit meinem Produzenten Martin Schilt ist Realität geworden. Es ist ein schönes Gefühl mit einem Film, die faszinierende Naturwelt mit ihren Wildtieren und die Menschen, welche sie beobachten, kennen und lieben, für ein größeres Publikum erfahrbar zu machen. Aerni: Jagd polarisiert, ist jedoch für viele Zeitgenossen ein fremdes, ja exotisches Terrain. weiterlesen...