von: Public Eye, Zürich und Lausanne
18. November 2021
Kommentar

Syngenta exportiert Tausende Tonnen „Bienenkiller“-Pestizide aus der Europäischen Union

Eine Untersuchung von Public Eye und Unearthed enthüllt erstmals das Ausmass der Exporte von Insektiziden auf der Basis so genannter Neonicotinoide aus der Europäischen Union, wo diese Wirkstoffe verboten sind. In nur vier Monaten haben Agrochemiekonzerne die Ausfuhr von fast 3900 Tonnen gemeldet, grösstenteils in Länder, die entscheidend für die globale Biodiversität sind, wie etwa Brasilien. Der Basler Branchenführer Syngenta ist bei weitem die Nummer eins in diesem giftigen Geschäft.
Eine Mitteilung von Public Eye:

© Logo Public Eye

Was die Hersteller jahrzehntelang leugneten, ist heute bestens dokumentiert: die wichtige Rolle von Neonicotinoiden beim dramatischen Rückgang von Bienen und anderen bestäubenden Insekten. Deshalb stimmten die EU-Mitgliedstaaten 2018 für ein Verbot von drei dieser starken Nervengifte (Imidacloprid, Thiamethoxam und Clothianidin) in allen Freilandkulturen. Die Schweiz zog kurze Zeit später nach. Die Entscheidung der EU war eine Weltpremiere und spiegelte den breiten wissenschaftlichen und politischen Konsens wider, den Schutz von Bienen und anderen weiterlesen...