• Endlich in den Schweizer Kinos!

  • Berichte aus dem Holocaust

  • Ankunft der Seifenblasen


von: Urs Heinz Aerni
22. September 2018

„Rote Wangen“ für Zwingli

Jürg Kienberger beschäftigt sich in seinem aktuellen Bühnenstück mit dem Reformator Zwingli. Wie geht das und hilft das Bündner Blut mit?

© Verein «500 Jahre Zürcher Reformation» Ev.-ref. Landeskirche des Kantons Zürich

Urs Heinz Aerni: Zu Ihrem Programm „eingerockt und ausgesungen“ zitieren Sie Zwingli: „Der Mensch ist zur Arbeit geschaffen, wie der Vogel zum Fliegen“. Nun Sie sind der Sohn eines Hoteliers. Wäre das die falsche Arbeit gewesen? Jürg Kienberger: Die beiden Berufe, der des Hoteliers und meiner, sind insofern vergleichbar, dass beide einen Tag und Nacht beschäftigen. Ich bin mit dem gewählten Beruf des „Musikspielers“ zufrieden, da ich mich jeweils nur für die kurze, konzentrierte Zeit einer Aufführung meinem Publikum ausliefere, während der Hotelier praktisch rund um weiterlesen...

von: Otto Müller Verlag Salzburg / uha
21. September 2018

Iris Wolff erhält eines von drei Literaturstipendien des Landes Baden-Württemberg 2018 für dieses „große, kraftvolle Buch“

Dies teilt uns der Otto Müller Verlag mit.

© Otto Müller Verlag

Um das geht es im Buch: Der Erste Weltkrieg bringt einen österreichischen Soldaten in ein Karpatendorf. Eine junge Frau besucht nachts die "Geheime Gesellschaft der Schlaflosen". Ein Motorradfahrer ist überzeugt, dass er sterben und die Mondlandung der Amerikaner versäumen wird. Eine Frau beobachtet die Ausfahrt eines Fischerbootes, das nie mehr zurückkehren wird. –  Über vier Generationen des 20. Jahrhunderts und vier Ländergrenzen hinweg erzählt Iris Wolff davon, wie historische Ereignisse die Lebenswege von Einzelnen prägen. Zwischen Freiheit und Anpassung, Zufall und freiem weiterlesen...

von: Urs Heinz Aerni
20. September 2018

„Klezmermusik macht glücklich“

Bait Jaffe heißt die Band von Sascha und David Schönhaus, mit der sie einen jüdischen Musikstil pflegen, der glücklich und melancholisch machen kann. Die beiden Brüder geben dazu Auskunft.

© Bait Jaffe - Pressebild

Urs Heinz Aerni: Ihr Bruder David Schönhaus gründete 1993 mit Ihnen die Klezmerband Bait Jaffe. Eine jüdische Musikrichtung die bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht und wenn sie gespielt wird, schwebt stets eine fröhliche Melancholie mit oder eine melancholische Lust zum Feiern. Wie viel jüdische Geschichte oder jüdisches Schicksal schwingt darin für Sie persönlich mit? Sascha Schönhaus:  Für mich persönlich ist die Musik sicherlich eng verbunden mit der jüdischen Geschichte und mit der Geschichte der eigenen Familie. Jeder Musiker bei Bait Jaffe hat aber seinen weiterlesen...

von: Arisverlag und Urs Heinz Aerni
19. September 2018

„Glitzer und Tiefgang ist kein Widerspruch“

Die erfolgreiche Schweizer Autorin Tanja Kummer veröffentlicht ihren ersten Kinderroman. Ihr Verlag stellte für uns Fragen dazu.

© Buchcover - Arisverlag

Sie haben bislang sieben Bücher veröffentlicht – jetzt folgt das erste Kinderbuch. Auch andere Schweizer Autoren wie z.B. der Krimiautor Sunil Mann veröffentlichen neu auch Kinderbücher … ist das ein Trend? Einen Trend kann ich nicht ausmachen. Vielleicht geht es anderen Autorinnen und Autoren auch so wie mir und sie haben Themen oder Geschichten, deren Umsetzung sie sich gut in einem Kinderbuch vorstellen können. Was ist anders, wenn man für Kinder schreibt? Macht es mehr Spaß? Oder ist es anspruchsvoller? Ich schreibe gerne über Themen, die mich beschäftigt haben, als weiterlesen...

von: Urs Heinz Aerni
18. September 2018

Als der Schlager noch Witz hatte

Samuel Zünd präsentiert auf seiner Tournee Schlager aus den Zeiten zwischen Weltkrise und Fröhlichkeit. Was ihn daran fasziniert und warum diese Kultur von Songs verloren gingen.

© Pressebild Samuel Zünd

Urs Heinz Aerni: Irgendwo las ich, dass Sie schon immer eine Schwäche hätten für "gehobene Unterhaltungsmusik" und Evergreens. Was haben diese Schlager, was der Pop, Rock oder der Jazz nicht haben? Samuel Zünd: Das besondere am Schlager aus den 20er und frühen 30er Jahren ist die Qualität der Texte; die Ironie und Zweideutigkeit, manchmal sogar das Politische. Das fehlt dem heutigen Schlager vollständig, da geht es nur noch um das rein Persönliche: Liebe, Treue, Sehnsucht. Damals war der Schlager eine Art von ironischer Auseinandersetzung mit der Alltagswelt, der Gesellschaft und weiterlesen...