• "Der Schildkrötenpanzer" von Mooses Mentula

  • "Wolfs Tochter"

  • Vom Fußballer zum Dichter

  • "Die Enthüllung" von Kerstin Chavent

  • Fernando Pessoa

  • "Civetta" von Elias Schneitter

  • Das Planetenrührwerk


von: Urs Heinz Aerni
19. Mai 2016

„Der therapeutische Effekt ist nicht zu verleugnen“

Während dreißig Jahren verfasste der Schweizer Autor Andreas Moser mehrere hundert Gedichte. Dann erschien sein erster Band Personette, in dem er den Regeln des Sonetts folgte. Sein Anliegen sei, eine moderne Sprache in ein altes Gefäß zu bringen. Im Portmann Verlag erschien sein Buch "Und weniger nette", eine Fortsetzung von sehr eigenen Gedanken in lyrischer Form, die nicht mehr so „nett“ seien wie im ersten Buch. Berg.Link fragte beim Autor nach.


© C.F. Portmann Verlag

    Sie sinnieren, so scheint es, durch die Sprache übers Leben und das Drum herum und haben sich für die lyrische Form entschieden. Warum? Andreas Moser: Mich interessiert alles Alltägliche, dabei stehen „Du und Ich“ im Zentrum meines Dichtens. Alles weitere leite ich allenfalls daraus ab oder darauf zurück. In der Prosa hieße mein Thema „Sie und Er“, die Perspektiven sind dort vielfältiger und offener. Mir gefällt die lyrische Beschränkung in Raum und Zeit. Sie schreiben über Empfindungen, eigene Gedanken; öffnet das Arbeiten mit der Sprache gewisse weiterlesen...

von: Urs Heinz Aerni
19. Mai 2016

Gotthard und Bücher

Durch den Gotthard wurde der längste Bahntunnel der Welt gebaut. Urs Heinz Aerni blätterte sich durch die Novitäten rund um dieses Thema und blieb bei drei Büchern hängen...

© Scheidegger & Spiess

Der neue Gotthardtunnel wird als Jahrhundertprojekt bezeichnet. Schon fast wird mit dem gleichen Atemzug das Loch aller Löcher zusammen mit dem Eiffelturm und Miss Liberty erwähnt. Ob uns dann die Tessiner näherkommen oder umgekehrt, wird sich weisen, denn trotz Lötschbergtunnel, sind wir immer noch die „Üsserschwyzer“ für die da im Wallis. Aber in Vorfreude auf die 20 Minuten langen Tunnelfahrt ohne Aussicht aber mit der Aussicht während dieser Zeit in schönen Büchern blättern zu können, seien aus der Flut der Gotthard-Novitäten diese drei Titel weiterlesen...

von: pd
19. Mai 2016

Lyrik-Tipp: Eva Seck

sommer oder wie sagt man

© Wolfbach Verlag

Sich finden und wieder verlieren, durch Orte und Zeiten hindurch eröffnet Eva Seck in ihrem Debütband einen lyrischen Dialog. Jedes Gedicht steht für sich und ist zugleich eingebettet in ein zartpoetisch gewobenes Beziehungsgeflecht. das herz schläft nie deine abwesenheit beweist mich jeden tag aufs neue und wird es nacht lege ich dir den mund zurecht. Eva Seck, 1985 geboren und aufgewachsen in Rheinfelden, lebt in Basel. Ausbildung als kaufmännische Angestellte. 2008–2011 Studium am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. 2012 weiterlesen...

von: Heiko Schwarzburger
18. Mai 2016

Potsdam – unsere kleine Energie-DDR

Im Tagebau Welzow in der Lausitz haben Tausende gegen den Kohlebergbau und schmutzige Kraftwerke demonstriert. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke tobt und will die Uhren zurückdrehen. Das ist verständlich, denn der Mann hatte in der DDR eine schwierige Kindheit.

© Heiko Schwarzburger

Brandenburg ist eine kleine DDR, nirgendwo im Osten sind die Verhältnisse derart bieder wie in Potsdam, der Puppenstube südwestlich von Berlin. Dort regiert ein Ministerpräsident namens Dietmar Woidke, er fährt auf dem Ticket der SPD. Das Amt hat er von seinem Vorgänger Matthias Platzeck übernommen, der wiederum Manfred Stolpe beerbt hat. Stolpe wurde dieser Tage 80 Jahre alt, das gönnen wir ihm, er ist historische Episode. Wie es Platzeck war, und wie es Woidke demnächst sein wird. Die Energiewende im Keim ersticken Historische Episode ist auch die Braunkohle in der Lausitz, so weiterlesen...

von: Robert Roos
18. Mai 2016

„Ich nehme dich in einem Rausch“

Giorgio Avanti (*1946) ist Maler, Jurist, Schriftsteller, Bonvivant und Poet, mit Lebens- und Wirkungsorten in Walchwil am Zugersee und in Arogno, Kanton Tessin. Sein künstlerisches Werk präsentierte er in weit über 50 Ausstellungen in verschiedenen Ländern

© pd

In seinen Büchern setzt Avanti, der Maler, Sätze wie Pinselstriche: hingetupft, hingehauen, manchmal breit und ausladend oder leicht pointilliert, und plötzlich blitzt ein Strich von so greller Farbe auf, dass alles in neuem Licht erscheint. Vieles, was er schreibt, sieht wie ein Abbild aus und ist doch Statement: Avanti schreibt, um Stellung zu beziehen. Was uns mit kuriosen Schweizer Wörtern und in lautmalerischer Schreibweise entgegenschießt, ist Kunst, Wortkunst, Lebenskunst, Irritation und Vergnügen. Die NZZ meint zu seinem Buch „Jakobstage“: „Da wird denn fröhlich weiterlesen...