• Von Jasminka Huber

  • Weine aus dem Jurapark Aargau

  • https://www.edition-converso.com/bücher/der-bienenleser

  • Von Markus Bundi

  • Das Universum - Wissen und Staunen


von: Gallus Frei
5. Juni 2020

Gallus Frei las „Milchbrüder, beide“ von Bernt Spiegel

Ein monumentales Werk, das einmal gelesen im Bücherregal nicht nur wegen seiner Ausmasse eine Sonderstellung einnehmen wird! Bernt Spiegel hält der Welt einen Spiegel vor, den Spiegel der Geschichte. In seinem 900seitigen literarischen Schwergewicht erzählt er mit Leichtigkeit und beeindruckender Detailkenntnis das durch die Geschichte gepeitschte Leben zweier Kinderfreunde von den späten Zwanzigerjahren bis nach dem zweiten Weltkrieg. Ein unvergleichliches Epos, dessen Nachhall lange mitschwingt!

© Beitragsfoto © Stefan Warter, Berlin

Noch ein Roman über den aufkommenden Faschismus im Deutschland der Dreissigerjahre bis zum zerstörerischen Ende des Tausendjährigen Reiches? Ja! Noch ein 900seitiger Schmöker, der sich ohne Krampfgefühle in der Handmuskulatur in Rückenlage nicht lesen lässt? Wenn er gut geschrieben ist, warum nicht! Noch einer, der sich mit einem Romandebüt an einen grossen, schwergewichtigen Stoff wagt? Unbedingt, vor allem, wenn der Autor mit 93 zum Newcomer wird! Als ich das Buch aus dem Paket schälte, glaubte ich nicht, dass ich es lesen würde. Dann juckte mich die Tatsache, dass ein weiterlesen...

von: Urs Heinz Aerni
3. Juni 2020

«Dieser dumpfe Ton»

Nicht nur gegen das Sterben der Vögel durch Glas müsse mehr getan werden. Was noch alles dazu gehört, erklärt die in Zürich-Wollishofen lebende Umwelt-Expertin Lisa Streuli.

© Lisa Streuli in Aktion - pd

Urs Heinz Aerni: Sie leben in Zürich-Wollishofen und engagieren sich im Namen des Vereins proVogel für ein vogelfreundliches Bauen. Wie macht sich denn die Region Zürich so? Lisa Streuli: Die Situation mit dem gefährlichen Glas für Vögel beschränkt sich leider nicht nur auf die Region Zürich, es ist ein weltweites Thema und das macht die Sache nicht einfacher. Der Verein proVogel ist jedoch seit einigen Jahren daran, private Personen, Architekten und Gemeinden  zu sensibilisieren. Seit Jahren herrscht eine extreme Bautätigkeit mit leider ungebrochenem Trend zum Glas, was weiterlesen...

von: Urs Heinz Aerni
1. Juni 2020

Wie sinnvoll sind die Corona-Proteste?

Auf Radio SRF 1 wurde im Schweizer Dialekt (sorry liebe Leserinnen und Leser aus Österreich und Deutschland) diskutiert, wie sinnvoll oder unsinnig die Corona-Proteste sind.
Eine kleine Sende-Kritik.

© Fotografiert von Konstantin Weiss - OLYMPUS DIGITAL CAMERA

  Moderator Rafael von Matt: Offen, deutlich, teilweise etwas wenig eigenes Profil, gute Fragen; aufrichtig bemüht, das Betriebsklima im Studio zu bewahren und allen genug Sprechzeit zu gewähren. Machte als Dompteur einen soliden Job. Gast 1: Christoph Pfluger: Journalist und Verleger. Kopf hinter den Demonstrationen: Wirkte kämpferisch, sieht sich gerne in der Rolle des Aufklärers und Rebellen. Leider ist er nicht dialogsuchend, verfällt ins Predigen als Inhaber allen Wissens. Sein Weltbild wird immer tiefer und überzeugter, durchaus mit Argumenten, über die es sich weiterlesen...

von: Petra Lohrmann
1. Juni 2020

Petra Lohrmann las „Antonia“ von Gabriella Zalapì

© Rotpunkt Verlag Zürich

"Ich bin neunundzwanzig. Meine Wünsche verhallen, versinken ungehört. Unmöglich, mir für den Rest meiner Tage ein Leben als perfect house wife vorzustellen. Wie gern würde ich dieses Korsett abwerfen, dieses Frau von, Mutter von. Ich will nicht mehr so tun als ob." Dieser Tagebucheintrag vom 28. Juni 1965 fasst Antonias Situation zusammen. Zu ergänzen wäre, dass sie die Frau von Franco ist, Mutter von Arturo, acht Jahre alt. Die Familie lebt in Palermo, ist wohlhabend genug, um sich eine nurse leisten zu können. Diese strenge Dame hält Arturo nach Kräften von Antonia fern weiterlesen...

von: Petra Lohrmann
31. Mai 2020

Petra Lohrmann las „Malacqua“ von Nicola Pugliese

© Launenweber

Der lange Untertitel ist die kürzest mögliche Zusammenfassung des Romans aus dem Jahr 1977. In Italien ist er ein Kultbuch, nun liegt er erstmals in deutscher Übersetzung vor.  Nicola Pugliese (1944-2012) beschreibt ein Szenario, das gleichermaßen von Untergang und Hoffnung erfüllt ist, in einer Sprache, die strömt wie der Regen selbst. Vier Tage, erzählt in vier Kapiteln. Diesen vorausgehend "Einleitung und Prolog", in welchem der Journalist Andreoli Carlo eingeführt wird. Er ist fünfunddreißig, sitzt im Restaurant, geht nach dem Essen hinaus in den Regen, betrachtet das Castel weiterlesen...