• Wenn aus Männern Väter werden

  • Solothurn tanzt mit dem Teufel

  • Von Markus Bundi

  • Das Universum - Wissen und Staunen

  • Von Jasminka Huber


von: Urs Heinz Aerni
25. April 2015

EU-Literaturpreis für Tiroler Autorin Carolina Schutti

Ihr neuer Roman heißt "Eulen fliegen lautlos"

© Edition Laurin

Carolina Schuttis Novelle ist ein stiller, zerbrechlicher Text, dessen Hauptfigur, der Bub Jakob, an der Sprachlosigkeit seiner ländlichen Umgebung scheitert. Es ist eine beklemmende Welt, in der er aufwächst: Der Vater kneift ihm zu Tisch in die Rippen und nimmt sich Kartoffeln, Käse und Milch, die Mutter blickt stumm, bevor sie einen Faden in die Runde wirft, an dem sich stockend ein Gespräch entspinnt. Das Gespräch führt in ein Kartenspiel, das Kartenspiel in die Nacht. Anderntags hört Jakob die Mutter im Gras kaum näherkommen, denn Schatten auf Schatten sieht man nicht, und weiterlesen...

von: Urs Heinz Aerni
24. April 2015

Was ist Kunst?

Wir fragten Verena Schmid von der Zürcher Hochschule der Künste und empfehlen ein Buch.

© Verena Schmid

Wo beginnt für Sie die Kunst im Alltag? Überall dort, wo ich von ihr überrascht werde – z.B. plötzlich sind da rote Steine in der Sihl (ein Fluss in Zürich). Wann verfehlt die Kunst Ihren Geschmack? Wenn sie nur noch gewinnorientiert ist. Wo triebe eine Welt ohne Kunst hin? Die Welt triebe in eine Armut und Fadheit. Was macht einen richtig guten Kunst- und Kulturschaffenden aus? Offenheit – ein guter Kunstschaffender berührt. Verena Schmid ist Leiterin Hochschuladministration der Zürcher Hochschule der Künste.   Der Buchtipp: Was ist weiterlesen...

von: Urs Heinz Aerni
23. April 2015

Medienmitteilung des AdS und der Allianz fairlesen zum UNESCO-Welttag des Buches und des Copyrights 2015

Am 23. April wird das Buch gefeiert: Autorinnen und Autoren lesen vor Publikum und in der Öffentlichkeit erhält ihr Schaffen verstärkte Aufmerksamkeit. Es ist aber auch der Tag des Copyrights. Daher appellieren die Autorinnen und Autoren der Schweiz, für ihre Arbeit auch angemessen entschädigt zu werden. Ein wichtiger Schritt wäre die Einführung eines zeitgemäßen Verleihrechts.

© AdS

Autorinnen und Autoren der Schweiz fordern faire Entschädigung Zürich, 23. April 2015. – Bis heute werden Autorinnen und Autoren in der Schweiz nicht entschädigt, wenn ihre Werke digital oder analog in den Bibliotheken ausgeliehen werden – dies obschon das sogenannte «Verleihrecht» seit 1992 verbindlich in allen EU-Ländern gilt. Mittlerweile ist die Einführung auch aus anderen Gründen dringend: Der freie Zugang in Bibliotheken zu Büchern – ob digital oder auf Papier – ist grundlegend für die Vermittlung von Inhalten. Die öffentliche Hand stellt den Bibliotheken die weiterlesen...

von: Urs Heinz Aerni
23. April 2015

Buchtipp: Mädchenhimmel!

»Mädchenhimmel« betitelt Lili Grün 1930 einen ihrer lyrischen Songs, der für die Themenpalette ihrer Gedichte und kleinen Geschichten steht: junge, moderne, selbstbewusste Frauen – hin-und hergerissen zwischen Autonomie, Selbstbehauptung und dem ›Mann mit starken Armen‹

© Aviva Verlag Berlin

Witzig und frech beschreibt Lili Grün Verliebtheit und Ernüchterung, schier endlose Großstadttage und rasch zu verdrängende Nächte, verrät ›Rezepte fürs Herz‹ und träumt vom ›Paradies für die Frau‹. Ihre erstmals in Buchform gesammelten und veröffentlichten Gedichte und Geschichten verweisen einmal mehr auf die bereits den Romanen attestierte neusachliche Nähe zu Irmgard Keun, Erich Kästner, Gabriele Tergit und Kurt Tucholsky; doch Lili Grün zeigt gerade auch hier wieder ihre ganz eigene heiter-melancholische Note. Gesammelt, herausgegeben und mit einem Nachwort von weiterlesen...

von: Simone Klein
22. April 2015

Traumlos fremdbestimmt oder doch als Dauergast mit festem Wohnsitz in Zürich?

Simone Klein über den Roman von Patrick Thali

© BoD/Thali

Ob Bankenmetropole, Touristenmagnet oder Gastgeber für Kultur- und Sportereignisse, Zürich hat viele Gesichter. Und viele Einwohner. Der Autor Patrick Thali ist einer von ihnen und blickt hinter die Fassade der angeblich schönsten Stadt der Welt. Ins Zentrum seiner Reflektionen rücken Menschen aus dem täglichen Leben: Angestellte und Dichter, Lehrer und Abteilungsleiter, Stille und Laute. Ihnen allen gemein sind eine gewisse Rastlosigkeit, die Unfähigkeit, an einem Ort auszuharren und das Gefühl von Fremdbestimmung, gegen das jeder von ihnen auf seine ganz persönliche Art und Weise weiterlesen...