• Endlich in den Schweizer Kinos!

  • "Jenesland" Giorgio Avanti

  • "Das Schweigen der Meere"

  • Ankunft der Seifenblasen


von: Heiko Schwarzburger
6. Februar 2014

Der letzte Tote der Mauer

Vor 25 Jahren (1): Chris Gueffroy wird an der Mauer in Treptow erschossen. In seinem Roman „Die Glöckner von Utopia“ lässt H.S. Eglund die dramatischen Ereignisse auferstehen. Der Roman über den aufrechten Gang ist aktueller denn je.

© HSE/BZ PolBildung

Am 5. Februar 1989 wurde der zwanzigjährige Chris Gueffroy an der Berliner Mauer erschossen. Er war das letzte Opfer der Grenze, die ein Dreivierteljahr später endgültig fiel. In der Nacht zum 6. Februar hatten Gueffroy und ein Freund versucht, die Mauer zu überwinden. Vier Soldaten eröffneten das Feuer, er starb im Kugelhagel. Sein Freund überlebte schwer verletzt. Die Beiden hatten geplant, in Treptow zu fliehen, wo die Grenze hinter einer Kleingartenkolonie verlief, am Zweigkanal in Britz/Neukölln. Kurz vor Mitternacht scheiterten die Flüchtlinge am letzten Hindernis, einem weiterlesen...

von: Heiko Schwarzburger
29. Januar 2014

Gabriel würgt die Energiewende ab

Fast jede zweite Kilowattstunde Ökostrom stammt aus Anlagen, die Bürgern gehören. Doch wenn derzeit über die Zukunft der Energiewende entschieden wird, haben die Bürger bisher keine Stimme. Dies soll sich nun ändern. Elf Organisationen haben in Berlin das Bündnis Bürgerenergie gegründet.

© Brass Monier

Alleine im Jahr 2012 haben Bürgerinnen und Bürger über fünf Milliarden Euro in erneuerbare Energien investiert. Damit ist die Bürgerenergie der Marktführer der Energiewende. „Unser Ziel ist es, der Bürgerenergie im politischen Berlin eine kraftvolle Stimme zu verleihen“, sagt Ursula Sladek, eine der Initiatorinnen des Bündnisses sowie Trägerin des Deutschen Umweltpreises. „Die von der großen Koalition vorgeschlagenen Reformpläne sind ein Schlag in das Gesicht der Millionen Bürger, die sich für eine dezentrale Bürgerenergiewende einsetzen. Ein Schlag ins Gesicht der weiterlesen...

von: Urs Heinz Aerni
29. Januar 2014

Buchtipp: Wach und präsent

Achtsamkeit in Schule und Therapie: Ein neues Sachbuch zeigte Wege und Methoden, um die Bereitschaft zum Lernen zu verbesern.

© Haupt Verlag Bern

Das schreibt die Herausgeberschaft: Achtsamkeit hilft Lehrpersonen und Schülern, innerlich im Gleichgewicht zu bleiben und bildet eine wichtige Basis für das Lernen. Gerade in Zeiten von Hektik und Überlastung ist die Übung von Achtsamkeit ein konkreter und effektiver Weg zurück in die eigene Mitte. Ausgehend von der Fragestellung «Wie kann man in der Schule lernen, achtsamer zu sein und achtsamer zu leben?», werden mögliche Wege zu mehr Konzentration, Aufmerksamkeit, Ruhe und Stille aufgezeigt. Im ersten Teil diskutieren die Autorinnen Achtsamkeit im Kontext von Pädagogik und weiterlesen...

von: Heiko Schwarzburger
28. Januar 2014

Mach’s gut, Pete!

Der amerikanische Folkpoet Pete Seeger ist gestorben. 94 Jahre alt durfte er werden, der Sänger der Bürgerrechtler. Seine Lieder waren und sind Hymnen der Weltveränderung.

© HS

Wenn einer zur Gitarre greift, muss er glauben. Wenn einer das Instrument anschlägt, muss er hoffen. Auf den anderen Menschen, den besseren Menschen. Auf das, was im Menschen verborgen schlummert und zur Resonanz fähig ist wie eine Saite. Musik, so hat der deutsche Philosoph Ernst Bloch einmal sinngemäß gesagt, ist die unmittelbare, unverstellte Erfahrung der Schöpfung. Ist pures Leben, Da-Sein mit Hoffnung. Und wenn diese Hoffnung eine Stimme hatte, dann waren es der brüchige Bass und das Banjo von Pete Seeger. Sag mir, wo die Blumen sind. Wo sind sie geblieben? Die Jahre: Wo sind weiterlesen...

von: Heiko Schwarzburger
28. Januar 2014

Grüne Geldanlagen ohne Risiko

Nach der Pleite des Windstromanbieters Prokon rufen die Politiker nach verschärften Regeln für Finanzprodukte. Wohlgemerkt: Die Insolvenz hatte weniger mit Windkraft zu tun, als mit einem windigen Geschäftsmodell. Das übrigens völlig legal ist.

© Christa Jäger-Schrödl

Wohlbekannt durch die Werbung in der Berliner U-Bahn: Der Windstromanbieter Prokon wollte den Atomkonzernen die Stirn bieten. Zugleich stellte das Unternehmen Renditen in Aussicht, die man zu Zeiten des Kalten Krieges mit Atommeilern erwirtschaften konnte, als die öffentliche Meinung diese Form der Stromerzeugung noch vorbehaltlos unterstützte. Insgesamt hat Prokon durch den Verkauf von Genussrechten an Privatkunden zirca 1,4 Milliarden Euro eingesammelt, von rund 75.000 Anlegern. Geworben wurde mit einer Verzinsung von sechs Prozent. Bis zu acht Prozent Zinsen wurden ausgezahlt. Die Gier weiterlesen...