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von: Kulturpreis Deutsche Sprache Dortmund
11. Oktober 2015

Sprachpfleger mit ästhetischer Kraft

Der Schriftsteller Prinz Asfa-Wossen Asserate, das Kunstprojekt „Wortart Ensemble“ und das Sprachinstitut des Österreichischen Bundesheeres sind heute in Kassel mit dem Kulturpreis Deutsche Sprache ausgezeichnet worden. Der Preis wird jährlich an Persönlichkeiten, Unternehmen und Organisationen verliehen, die sich um die Pflege und Weiterentwicklung der deutschen Sprache verdient gemacht haben.

© pd

Die Preisverleihung stellte mehrmals Bezüge zur gegenwärtigen Flüchtlingssituation her. Asfa-Wossen Asserate, der den mit 30.000 Euro dotierten Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache erhielt, sagte in seiner Dankesrede: „Die Beherrschung der deutschen Sprache unter allen Zuwanderern zu fördern, sollte eines der ersten Anliegen der Politik sein.“ Asserate lenkte den Blick aber auch auf die Situation der Geisteswissenschaften in Deutschland, die „von unschätzbarer Bedeutung für die Grundlagenforschung und die Vielfalt des Denkens“ seien. Der Bologna-Prozess an den Universitäten weiterlesen...

von: Urs Heinz Aerni
8. Oktober 2015

„Der Franken ist keine Casinowährung“

Andreas Meier ist Winzer, Unternehmer und kandidiert für die CVP Aargau als Schweizer Nationalrat (Parlament große Kammer). Aus der Menge von Kandidaten und Politisierenden aller Farben und Meinungen, wurde er ausgewählt, ein paar Fragen zu aktuellen Themen zu beantworten.

© Andreas Meier

Urs Heinz Aerni: Aus verschiedenen Gründen waren alle Atomkraftwerke nicht am Netz. Wo sehen Sie die Handlungsansätze für unseren Energieverbrauch? Andreas Meier:  Begrifflich werden Strom und Energie leider immer wieder vermischt. Die Revisionen und die zusätzlichen Abschaltungen sind im Sommer eher verkraftbar als in den Wintermonaten wenn die Schweiz 8000 MW Strom benötigt. Eine Momentbetrachtung in diesem Sommer ergab einen Verbrauch über die gesamte Schweiz von 2700 MW, davon wurden 1100 MW importiert, im Wesentlichen aus AKWs und thermischen Kraftwerken. Aerni: Bleiben weiterlesen...

von: Heiko Schwarzburger
7. Oktober 2015

Schmerz Gefühl Hoffnung

Lyrische Erzählungen verspricht der Untertitel des Buches „Fill“ von Angelika Rudin. Und doch entziehen sich die Texte der Kategorisierung.

© KaMeRu Verlag

Der Rhythmus geschmeidig hier und stolpernd da, die Worte leicht aus dem Tritt und doch gehorchend dem Gedanken. Die Sprache auseinandergenommen und wieder neu zusammengesetzt – es bereitet Freude, den Sätzen zu folgen wie dem Finger auf der Landkarte, denn man weiß nie, was sich hinter der nächsten Wegbiegung verbirgt. Vier Erzählungen enthält der Band, mit solch klingenden Titeln wie Münchner Sache und Raben sagen. Die Münchner Sache gibt den Ton vor. Ein Mensch, ein Unfall, Schmerz, das Ende? Nein, es muss weiter gehen. Im Text. Im Leben. Namensgebend für das Buch ist die weiterlesen...

von: Christian Maurer
6. Oktober 2015

«Konstruktiver Journalismus»

Der Präsident des Zürcher Pressevereins, Christian Maurer, äußert sich zu einem aufkeimenden Trend in den Medien mit dem Begriff "Konstruktiver Journalismus".

© pd

Es rollt wieder einmal ein Schlagwort auf unseren Berufsstand zu. «Konstruktiver Journalismus» ist das Gebot der Stunde. Nicht über Probleme und Dysfunktionen wollen Medienkonsumenten informiert werden, sondern über Lösungsansätze, welche die Gesellschaft weiterbringen. Good News statt Bad News ist das neue Mantra, auch in der Schweiz nachgebetet frei nach Ulrik Haagerup, Nachrichtenchef des Dänischen Rundfunks DR und Vordenker des «konstruktiven Journalismus». Mit Verlaub, das ist Unsinn! Es baut auf dem populistischen Klischee auf, dass Medien vor allem destruktiv berichten und weiterlesen...

von: Kulturplatz Schweizer Fernsehen SRF
5. Oktober 2015

Filmtipp: Merzluft – eine Annäherung an Klaus Merz und sein Werk

Der Aargauer Schriftsteller Klaus Merz besticht durch eine präzise Sprache. Für ein Hörbuch wählen Kenner seines Werkes – unter ihnen Melinda Nadj Abonji und Peter von Matt - Lyrik und Prosa aus. Der Filmemacher Heinz Bütler verwebt diesen Auswahlprozess mit Einblicken in das Leben von Klaus Merz.

© Haymon Verlag

Auf einer Autofahrt durch das aargauische Wynental zeigt Klaus Merz seine Heimat, wo die Wurzeln seines Schaffens liegen. Verwoben mit diesen Szenen ist ein zweitägiges Treffen einer Expertenrunde, die Texte für ein Hörbuch auswählt. Die Favoriten werden vorgestellt, die Auswahl wird begründet, eine eigentliche Merz-Debatte entsteht. Der Schauspieler Robert Hunger-Bühler gibt Einblicke in das Normale, Surreale und Abgründige der Gedichte und Prosa von Klaus Merz. Was er liest, mäandert durch den ganzen Film, verschränkt sich mit den Schilderungen des Autors und macht Literatur weiterlesen...