• Der Metro-Medizinmann

  • Tiefenbrunnen

  • Ein Adler Springt Aus Meiner Stirn

  • Die Ankunft der Bäume


von: Heiko Schwarzburger
8. Januar 2013
Kommentar

Grüne Hausbank am Telefon

Michael Hahn leitet die Kundenbetreuung bei der Triodos Bank, einer Nachhaltigkeitsbank in Frankfurt am Main. Er hat ein kleines Büro und fünf Mitarbeiter. Gemeinsam decken sie die Anfragen aus ganz Deutschland ab. Ihr wichtigstes Medium ist das Telefon. Denn der menschliche Draht, meint er, ist seinen Kunden sehr wichtig. Und er erklärt, warum.
Triodos Bank

© Triodos Bank

Die Triodos Bank verwaltet die Einlagen von Menschen, die mit ihrem Geld die Welt ein bisschen gerechter, ein bisschen grüner und sauberer machen wollen. Mit Geld Sinn stiften. Wo sind diese Menschen? Ein großer Teil unserer Kunden lebt in Großstädten mit mehr als einer halben Million Einwohnern. Das sind die gesellschaftlichen Pioniere, die nach neuen Vorstellungen leben, für die Nachhaltigkeit, Ökologie und soziale Gerechtigkeit ganz entscheidend sind. Oft achten sie bereits schon auf ökologische Ernährung, lassen das Auto lieber stehen, interessieren sich für erneuerbare weiterlesen...

von: Heiko Schwarzburger
4. Januar 2013
Kommentar

Immer der Nase nach

So multikulti wie der Kiez ist auch der Mief, der durch die Straßen wabert: Abgase der Nobelkarossen, Fettgeruch aus den Küchen, viel Kaffeeduft und etwas Teer von den Baustellen. Seit kurzem mischt das würzige Aroma natürlicher Kräuter kräftig mit.
Fred Winter

© Fred Winter

Wohltuend, wenn der Wind einmal durch die Straßen fegt und die sommerliche Dunstglocke für ein paar Atemzüge in den Himmel hebt. Dann sind die Nüstern frei, frei für eine ungewöhnliche Entdeckung: Aus einer schmalen Tür in der Kollwitzstraße strömt aromatische Würze. Sie steht offen, eine Einladung. Ein Sog entsteht, zieht den Passanten hinein. Denn nichts weckt die Erinnerung wie besondere Düfte, die man längst vergessen glaubte: Als die Minze zum Trocknen am Fenster hing. Als echte Kamille in die Kanne kam, bei Bauchweh und Dünnpfiff. Als Großmutter um sechs Uhr morgens mit weiterlesen...

von: Heiko Schwarzburger
4. Januar 2013
Kommentar

„Nur mit Vertrauen fließt Geld“

Immer mehr Menschen stecken ihr Geld in die Energiewende: In Genossenschaften und Fonds, die Solaranlagen und Windräder finanzieren. Ein Beispiel ist die Green City Energy AG aus München. 2005 gegründet, hat das Unternehmen bislang 22 Fonds unter die Leute gebracht und mehr als 250 grüne Kraftwerke gebaut. Martin Betzold (36) ist Prokurist und leitet den Bereich Marketing, PR und Direktvertrieb. Er erläutert, warum die Energiewende eine Sache der Bürger ist.
Green City Energy

© Green City Energy

250 Kraftwerke in sieben Jahren: Wie viel Geld steckt dahinter? Wir haben rund 200 Millionen Euro Investitionen ausgelöst, davon rund 50 Millionen Euro als Eigenkapital. Meist werden die Fonds als Kommanditgesellschaften geführt, die das erforderliche Eigenkapital einsammeln und dann die Finanzierung mit den Banken organisieren. Wie muss man sich ein solches Bürgerkraftwerk vorstellen? Wir entwickeln die Projekte selbst und verkaufen sie nach der Installation an eine Fondsgesellschaft. Dabei fassen wir zum Beispiel mehrere Windräder oder Wasserkraftanlagen in einem Fonds zusammen. Die weiterlesen...

von: Heiko Schwarzburger
3. Januar 2013
4 Kommentare

Glück aus der Retorte

Vor 75 Jahren wurde das LSD entdeckt. Von Albert Hofmann, einem unscheinbaren Chemiker in Basel, der die Droge 1943 im Selbstversuch erprobte. Dennoch wurde er alt, sogar steinalt: Vor fünf Jahren starb er hochbetagt, mit 102 Jahren. Bis zuletzt nannte er die magische Substanz „mein Sorgenkind“. Und stritt für sein Lebenswerk.
Nachtschatten Verlag

© Nachtschatten Verlag

Diese Schweizer: Ein bisschen eigenbrötlerisch, ein bisschen selbstverliebt, kühl und unnahbar wie die Alpen, unerreichbare Viertausender eben. Und doch: Irgendwie so nah am Puls dieser Erde. So naturverbunden und bodenständig, wissend und grün wie die Wiesen und die Gletscher. Die Unberührbaren im Herzen Europas. Als Hitler in Prag und Wien einmarschierte, hockte im Baseler Labor der Chemiefirma Sandoz ein junger Chemiker, gerade 32 Jahre alt. Fernab der politischen Turbulenzen isolierte er Stoffe aus der Natur, um sie später auf ihre medizinische Wirksamkeit zu überprüfen. Sandoz weiterlesen...

von: Heiko Schwarzburger
3. Januar 2013
Kommentar

Heimat im wilden Osten

Twana Rhodes ist Musikerin. Statt Blut hat sie Melodien im Herz - und Lyrics. Oder vielleicht doch nur Blut? Wahrscheinlich ein Mix verschiedener Kulturen wie ihre Songs.
Fred Winter

© Fred Winter

Wenn Twana Rhodes auf die Straße geht, fällt sie auf. Nicht wegen ihrer Hautfarbe, dunkles Braun ist keine Seltenheit im Kiez. Sie fällt auf, weil sie gerade geht, aufrecht. Ihre Blicke sind unverstellt, „an open invitation“. Nicht Jedermanns Sache, manche haben Angst vor so viel Offenheit und so wenig „small talk“. Unverstellt und gerade sind auch ihre Lieder. In der Philharmonie füllte sie mit ihrer Band den Kammermusiksaal, musikalisch und nach der Zahl der Besucher. Die Presse überschlug sich mit Lob. Letztes Jahr trat sie in der Passionskirche in Kreuzberg auf. „Dort war weiterlesen...