• Selbstbestimmtes Singen

  • Die sanfte Stimme mit Ausdruck: sonix

  • https://www.edition-converso.com/bücher/der-bienenleser

  • Von Markus Bundi

  • Das Universum - Wissen und Staunen


von: Monika Lustig (Edition Converso)
11. März 2020

«Der Schatten der Mauer»

Der aus Albanien stammende Gazmend Kapllani floh 1991 zu Fuß nach Griechenland und ist heute Professor an der Universität Chicago. Nun liegt seine Erzählung über seine Flucht in bissiger Ironie vor. Herausgeberin Monika Lustig stellte ihm dazu Fragen.

© Edition Converso

Monika Lustig: Gilt dir das Albanien von heute noch immer als „Heimat“,  homeland, patrida? Gazmend Kapllani: Als Migrant, als Reisender habe ich mehr Jahre meines Lebens fern von Albanien als im Land gelebt. An einem bestimmten Punkt meines Lebens habe ich mich gefragt: Wieviel Heimat steckt noch in dir?  Ich kann mit Fug und Recht behaupten, Kosmopolit, im Montesquieu’schen Sinne zu sein:o ein Mensch, der an keinem Ort ein Fremder ist. Zugleich ist in mir ein starkes albanisches Element virulent. Alle Themen und Protagonisten meiner Bücher kommen aus Albanien und kehren weiterlesen...

von: Urs Heinz Aerni
10. März 2020

Das Unbehagen gegenüber dem Konservativen

Der Erzähler und Poet, Michael Fehr tourt mit dem Musiker Manuel Troller über die Bühnen. Wir stellten ihm Fragen zu seiner Arbeit am Text.

© Pressebild © Franco Tettamanti

Urs Heinz Aerni: In Erinnerung an einen Auftritt von Ihnen in Leipzig, kommt mir die Formulierung in den Sinn, dass Sie den "Saal gerockt" haben. Ein Kompliment oder eher...? Michael Fehr: Doch, ein Kompliment. Es bedeutet jedenfalls, dass etwas geschehen ist, wonach es sich nicht einfach so einigermaßen befriedigt wieder davongehen ließ. Ich denke, dass heute gefährlicherweise zu viele befriedigende oder sogar total bedürfnisgerechte Anlässe durchgeführt werden. Ich halte es demgegenüber für umso wichtiger, sanft zu sein wie ein Lamm und auf die Pauke zu hauen wie der weiterlesen...

von: H. S. Eglund
9. März 2020

Oster-Tipp: Bad Dürrenberg und Geiseltal

Sachsen-Anhalt ist beinahe wie ein Dschungelcamp, hier kann man gut die Einheimischen studieren. Ein Besuch lohnt sich: Weil die vergangene Größe als Industrierevier und zaghafte Zukunft im Tourismus eng beieinander liegen.

© H.S. Eglund

Autobahnausfahrt auf der A9, südlich kurz vor Lepzig. Wer dort abbiegt, gelangt in den Osten. In den tiefen, echten Osten, wie er östlicher kaum sein kann. Das Land zwischen den chemischen Werken von Leuna und Buna (Schkopau) ist flach wie ein Teller und gezeichnet von Jahrhunderten des Abbaus von Kohle, von großflächigen Schlägen für die Zuckerrübe, von einer Vergangenheit als industrieller Kern, der in der I.G. Farben gipfelte. Industriekern der I.G. Farben Hier wurden Ammniak und Benzin synthetisiert, Buna produzierte künstliches Gummi für Hitlers Wehrmacht, später für die weiterlesen...

von: Jean-Pierre Reinle
7. März 2020

„Virtuos und temporeich“ – Zum Roman „Bittere Erde“ von Piero Schäfer

Der Inhalt in Kürze vorab: In Apulien lernen sich der erfolgreiche Zürcher Werber Robert Rufer und der pensionierte Vorarbeiter Francesco Maranzano kennen. Obwohl völlig gegensätzlich, freunden sie sich an. Allerdings bringt Rufer die Affäre mit der Geliebten eines Mafioso in höchste Gefahr, während Maranzano von seiner Vergangenheit eingeholt wird…

© Piero Schäfer fotografiert von Urs Heinz Aerni

Mit dem früheren Journalisten und heutigen Autor Piero Schäfer offenbart sich einer, der wirklich schreiben kann und es versteht, sich der integralen Klaviatur gepflegten Germanismus’ zu bedienen. Keine Selbstverständlichkeit in Zeiten der allgemeinen Verluderung der reichhaltigen deutschen Sprache selbst bei preisgekrönten AutorenInnen vermeintlich renommierter Spezies sowie trivial und repetitiv oberflächlich parlierenden Radio-Moderatorinnen und –Moderatoren… «Bittere Erde» ist nach autobiografischer Retrospektive «Falkenschloss» und im 16. Jahrhundert angesiedeltem Roman weiterlesen...

von: Urs Heinz Aerni
5. März 2020

«Zum Trotz der Schwerkraft»

Weingut zum Sternen präsentierte in Zürich den PétNat 2019 mit vom Künstler Tobias Gutmann gestalteten Etiketten.

© Weingut zum Sternen PétNat 2019

Die Stimmung war fröhlich, das Publikum im Zürcher Lokal Smith and de Luma. gespannt, auf die Enthüllung dieses neuen Hefeweins mit dem poetischen Namen «pétillant naturelle» oder eben kurz PétNat. Der Aargauer Winzer Andreas Meier lud mit seinem Team und seiner Tochter Salomé zur Vernissage ein. Der junge Künstler und Gestalter Tobias Gutmann (https://tobiasgutmann.com) wurde eingeladen, die Etiketten dieses sprudelnden Naturweins zu gestalten. Entstanden sind sechs verschiedene Illustrationen, die dem durch die Hefeverteilung je leicht unterschiedlichen Charakter weiterlesen...