• Wenn aus Männern Väter werden

  • Solothurn tanzt mit dem Teufel

  • Von Markus Bundi

  • Das Universum - Wissen und Staunen

  • Von Jasminka Huber


von: Urs Heinz Aerni
30. April 2020

Luftige Migration

Oder wie es dem Menschen bald gelingen wird, auch den Zugvögeln Grenzen zu setzen

© Urs Heinz Aerni - Vogelsuchende im Berner Oberland

Elf Küken springen dreißig Meter tief aus dem Festungsloch eines Schlosses im schweizerischen Aargau. Vor zwei Tagen aus dem Ei gepellt und schon knallen sie auf dem Kiesboden auf, wie Tennisbälle. Der Bauer staunt, die Katze faucht und ein Straßenarbeiter dreht sich um. Die elf Gänsesäger-Küken richten sich piepsend auf und schauen zu, wie die Mutter vor ihnen landet. Nun watscheln alle Richtung Bach durch Gärten, Wiesen und über eine Hauptstraße. Sie überleben alle. Vor einem Jahr schaffte es fast keines, dafür wurden die Krähen satt. Windmühlen gegen den Vogelzug Es weiterlesen...

von: Vogelwarte Sempach (Schweiz)
29. April 2020

Gefiederte Nachbarn willkommen heißen

Die Corona-Krise führt uns vor Augen, wie abwechslungsreich ein Stück Natur vor der eigenen Haustür für uns Menschen sein kann. Für Vögel ist eine naturnahe Umgebung entscheidend. Schon kleine Massnahmen können helfen, Balkon und Garten vogelfreundlicher zu gestalten. Eine Mitteilung der Schweizer Vogelwarte in Sempach:

© Der farbenfrohe Stieglitz ist eine Bereicherung für jeden Garten. Er ist jedoch nur in naturnahen Gärten anzutreffen. Monotone Standardgärten meidet er. Foto © Stefan Rieben

Sempach. – Studien zeigen, dass Menschen glücklicher und gesünder sind, wenn sie von vielfältiger Natur umgeben sind. Auch ein vielstimmiges Vogelkonzert wirkt sich positiv auf unser Wohlbefinden aus. Gerade jetzt ist dies ein guter Grund, die Natur im Siedlungsraum zu fördern. Denn Steingärten, gebietsfremde Pflanzen, hoher Gifteinsatz und häufiges Rasenmähen führen vielerorts dazu, dass sich Vögel in unserer Nachbarschaft nicht wohlfühlen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie man den Vögeln im Siedlungsraum helfen kann. Deshalb widmet die Vogelwarte Sempach ihre neue weiterlesen...

von: Petra Lohrmann
27. April 2020

Petra Lohrmann las „Der Eiskönig aus dem Bleniotal“ von Anne Cuneo

© Bilger Verlag

Carlo Gatti, der Eiskönig, ist eine historische Person. Er kommt 1817 im Bleniotal, Tessin, zur Welt. 1878 stirbt er in Bellinzona nach einem Sturz - nach vielen Jahren in Paris und London hatte er sich in die Heimat zurückziehen wollen. Anne Cuneo stützt sich in ihrem Roman auf die Fakten, hat gründlich recherchiert. Doch: um Carlo Gatti ranken sich schon zu Lebzeiten Legenden. Aus diesen beiden Quellen speist sich der Roman. "Ich schreib also die Legende Carlo Gattis. Eine der möglichen Legenden." Anne Cuneo hatte die wunderbare Idee, Carlos Geschichte aus der Sicht des weiterlesen...

von: Urs Heinz Aerni
24. April 2020

«Sich von den Begriffen des patriarchalen Weltbildes verabschieden»

Mit neuen Begriffen zu einem neuen Menschenbild. Rupert Bucher widmet sich in seinen Flugschriften, die jetzt im Schuber erscheinen, quasi einer Revision der Sprache, damit sie den aktuellen Herausforderungen gerecht werden kann. Diese soll uns die Wurzeln und Gemeinsamkeiten allen Lebens aufzeigen.

Urs Heinz Aerni stellte dazu Fragen.

© Rupert Bucher im Hotel Haus am See, wo sich Urs Heinz Aerni mit ihm traf.

Ihre Flugschriftenreihe sind nun gesammelt als Schuber erschienen. Ein Band unter dem Titel „Die Sprache der Handlung“ gehört dazu und steht unter dem Motto „Neues sehen – Neues wagen“. Welcher Grundgedanke findet sich dahinter? Stellen Sie sich vor, Sie gehen einen Weg, den noch niemand gegangen ist und wissen nicht, wohin er führt – das ist Wagnis. Vernunft, Verstand, Bewusstsein, Unbewusstes, Intuition, Selbst, Fantasie, Trieb, Instinkt, Moral, Gewissen und Sexualität, Erziehung und Rolle sind die Grundbegriffe des autoritären Weltbildes. In diesen ist unser Denken weiterlesen...

von: Gallus Frei
23. April 2020

Gallus Frei las „Die Liebenden bei den Dünen“ von Lu Bonauer

Gallus Frei vermittelt hier seine Eindrücke von der Lektüre und sprach mit dem Schriftsteller Lu Bonauer. Ein Gastbeitrag.

© Kommode Verlag

Was bedeutet es, sich als Paar ewige Treue zu versprechen. Silas und Romy versprachen sich schon früh mehr als nur ein gemeinsames Leben zu teilen. Sollte dereinst jemand der beiden durch Krankheit zuerst sterben, würde man es gemeinsam tun. Nicht nur „bis dass der Tod euch scheidet“, sondern darüber hinaus. Und als man bei Romy die Diagnose Alzheimer stellt, wird aus dem Versprechen Absicht. Silas und Romy sind seit Jahrzehnten ein Paar, ein alt gewordenes Paar. Zwei, die ihr Glück in einem kleinen, einsamen Haus in den Dünen gefunden haben, mit Sicht aufs Meer, das stetige weiterlesen...