von: Urs Heinz Aerni
24. März 2015

Buchtipp: Leonardo DiCaprio trifft keine Schuld

Gibt es das, Panikattacken mit Happy End? Silvia Aeschbach hat es erlebt und darüber geschrieben.

© Wörterseh Verlag - Buchcover

Info vom Verlag: Panikattacken kommen meist aus heiterem Himmel. Herzrasen, Schwindel, Zittern, Atemnot – Todesangst. Die Journalistin Silvia Aeschbach war knapp siebzehn, als sie ihre erste Panikattacke erlebte und felsenfest davon überzeugt war, dass sie diese nicht überleben würde. Mit viel Humor und einer gehörigen Portion Selbstironie schildert die Autorin, wie sie an den immer wiederkehrenden Attacken fast verzweifelte, was für eine Erlösung es war, als sie – unzählige Attacken, tausend kleine Tode und viele Jahre später erst – endlich eine Diagnose und einen Namen für ihre Krankheit erhielt, wie sie mit ihrer Angststörung leben lernte und an ihr auch wachsen konnte. Ihr Buch »Leonardo DiCaprio trifft keine Schuld« weckt Verständnis für ein oft unterschätztes Leiden, es macht Betroffenen Mut, zeigt auf, wie man mit der Furcht umgehen kann, und ist gleichzeitig eine ebenso unterhaltsame wie packende Lektüre. Eine wilde Achterbahnfahrt durch ein Leben mit himmelhoch jauchzenden Glücksgefühlen und entsetzlichen Ängsten, mit verrückten Erlebnissen und vergeblichen Therapieversuchen. Mit Panikattacken in den unpassendsten Momenten. In einer Livesendung am Radio beispielsweise. Im Flugzeug. Mitten in einem Robbie-Williams-Konzert. Vor laufender Kamera. Oder aber im selben Raum mit dem Hollywood-Star Leonardo DiCaprio.

Kommentar: Angst könnte zu einem neuen Volksleiden werden, denn sie gehör zu Burn Out, Depression und Leistungsdruck. Panikattaken im Auto, vor dem Mikrofon oder unter Leuten. Die Autorin lässt unterhaltsam und mit Schreiblust in dieses Phänomen blicken. Das Lesen hilft verstehen und keine Angst, es ist auch für Angstlose ein interessantes Buch. Urs Heinz Aerni

Silvia Aeschbach, geb. 1960, ist Journalistin. Sie arbeitete bei einem Lokalradio, beim Schweizer Fernsehen und bei verschiedenen Zeitschriften und Zeitungen; beim Nachrichtenmagazin »Facts« leitete sie das Ressort Gesellschaft, sie war Chefredaktorin des Frauenmagazins »Meyer’s« und stellvertretende Chefredaktorin beim Boulevardblatt »Blick«, bevor sie zur »SonntagsZeitung« wechselte, wo sie die deutschsprachige Ausgabe des Lifestyle-Magazins »encore!« leitet. Silvia Aeschbach, die seit ihrer Teenagerzeit unter Panikattacken leidet, lebt mit ihrem Partner in Zürich.

Das Buch:

Autor/in: Aeschbach, Silvia
Titel: Leonardo Di Caprio trifft keine Schuld – Panikattacken mit Happy End
ISBN: 9783037630495 
Verlag: Wörterseh