von: Urs Hartmann / Hogrefe / uha
5. August 2017
Kommentar

Buchtipp: BILDER, DIE ÜBERRASCHEN UND BERÜHREN

Die meisten Erwachsenen sind überzeugt, dass sie nicht malen können, und lassen es sein. "Maltherapie!? - Ich kann nicht malen!" Malen ist mit der Vorstellung verbunden, es können zu müssen. Die Redaktion meint: ein wichtiges Buch nicht nur für diejenigen, die therapeutisch im Einsatz sind, sondern auch für solche, die das Malen als Ausgleich suchen.
Hogrefe

© Hogrefe

Doch Bilder malen ist eine uns allen innewohnende Tätigkeit und gehört zu den tief verankerten menschlichen Ausdrucksformen wie singen, tanzen und sprechen. Sind die anfänglichen Hemmungen erst einmal überwunden, dann entstehen Bilder, die überraschen, Neues vermitteln und berühren.
Vor diesem Hintergrund haben Bettina Egger und Urs Hartmann die Struktur der Personenorientierten Maltherapie ausgearbeitet und in die Praxis umgesetzt. Im Rahmen dieser wird leuchtende Farbe mit den Händen auf Papier aufgetragen, ohne dass die Inhalte der Bilder auf psychologischer oder künstlerischer Ebene interpretiert werden. Dadurch soll den Malenden vermittelt werden, auf ihre Gefühle nicht unmittelbar zu reagieren und sie nicht mit eventuell ungeeigneten Maßnahmen ruhigzustellen. Es geht darum, dass die Malenden mitfühlend auf die Umstände reagieren, die verändert sein wollen; mitfühlend nicht nur mit anderen, sondern auch mit sich selbst. Um diesen Vorgang verständlicher zu machen, haben die Autoren das Buch „Personenorientierte Maltherapie“ geschrieben.
Anhand zahlreicher, farbig illustrierter Praxisbeispiele erläutern die Autoren die Hintergründe und den Verlauf der Maltherapie, wobei sie ebenfalls Praxishinweise zu den Rahmenbedingungen und dem Umgang mit möglichen Problemen geben.
Dr. phil. Bettina Egger
Eidg. dipl. Kunsttherapeut (ED), Fachrichtung Gestaltungs- und Maltherapie. Psychotherapeutin (SPV). Zusammen mit Robert Wirz hat sie das Institut für Humanistische Kunsttherapie gegründet. In Zürich betreibt sie eine eigene Praxis für Kunst- und Psychotherapie. Daneben ist sie sowohl im In- als auch im Ausland als Dozentin unterwegs und hat mehrere Fachbücher zum Thema Maltherapie verfasst. Zusammen mit Jörg Merz hat sie zudem die Lösungsorientierte Maltherapie (LOM®) entwickelt. Anerkannte Lehrtherapeutin und Supervisorin OdA Artecura. Bettina Egger ist Mitglied des Schweizerischen Psychotherapeutenverbands (SPV) und Ehrenmitglied des Fachverbandes Humanistische Kunsttherapie (FHK).
Urs Hartmann
Institutsleiter IHK (Institut für Humanistische Kunsttherapie AG). Eidg. dipl. Kunsttherapeut (ED), Fachrichtung Gestaltungs- und Maltherapie; Künstler HGK; Ausbilder mit eidg. Fachausweis. Seit 1992 kunsttherapeutische Tätigkeit in eigener Praxis in Zürich. Ehemals langjähriger Dozent an der Schule für Ergotherapie, Zürich; der F+F, Schule für Kunst und Mediendesign in Zürich; dem Heiligberginstitut, Schule für Bewegungspädagogik in Winterthur. Anerkannter Lehrtherapeut und Supervisor OdA Artecura. Urs Hartmann ist Mitglied des Verbandes schweizerischer Bildungsinstitute für Kunsttherapie (VBK) und des Fachverbandes Humanistische Kunsttherapie (FHK).

 


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *