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von: Peter Brunner, Verein alles in allem, Zürich
12. April 2021

Liebe Kulturhungrige

Ein Gastbeitrag von Kulturvermittler Peter Brunner aus Zürich:

© Logo

  Liebe Kulturhungrige Am Horizont zeigt sich ein Lichtstreifen, schwach noch ist er, doch deutlich sichtbar. Peter Brunner hat sich über ein Jahr in Büchern vergraben, die Zürich zum Thema machen, hat gelesen, sortiert, verworfen, gefunden. Und nun hat sich das Fähnlein der 7 Unbeirrbaren an die Arbeit in wachsenden Kreisen gemacht. Ihr könnt also aufatmen und euch auf eine Nachfolgerin der legendären Theaterreise «alles in allem 2019» freuen. Wieder ist dasselbe Team an der Arbeit, wieder spielt Zürich eine Hauptrolle, wieder werden die weiterlesen...

von: H. S. Eglund
11. April 2021

Dicker Daumen und blauer Planet

Am 12. April 1961 startete Juri Gagarin in den Kosmos, als erster Mensch überhaupt. Die Raumfahrt begann als Wettrüsten, war ein Kind des Kalten Krieges. Doch sie läutete das solare Zeitalter auf der Erde ein. Das steht sechs Jahrzehnte danach fest.

© Promo

„Es geht los! Alles normal. Verfassung gut.“ Ich schaute auf die Uhr. Es war 9.07 Uhr Moskauer Zeit. Ich hörte ein Pfeifen und immer stärker werdendes Heulen und fühlte, wie der Rumpf des gigantischen Schiffes erzitterte und sich langsam, ganz langsam von der Startvorrichtung löste. Das Heulen war nicht stärker als in der Kabine eines Düsenflugzeuges, aber es enthielt viele Töne, die noch kein Komponist in Noten gesetzt hatte und die man weder mit einem Musikinstrument, noch mit menschlicher Stimme hervorbringen konnte. Die mächtigen Raketentriebwerke ließen die Musik der weiterlesen...

von: Petra Lohrmann
11. April 2021

Petra Lohrmann las „YOU DON’T LOOK GAY“ von Julius Thesing

© Bohem Verlag

Was für ein schönes ROSA - aber bloß nicht für das Kinderzimmer eines Jungen. Das sollte bitteschön hellblau sein. Es könnte ja sonst etwas schief gehen in seinem Leben. "Nicht auszudenken, was ein rosa Kinderzimmer mit dem armen Jungen machen würde. Am Ende will er noch Prinzessin spielen, wo er doch einen so starken Prinzen  abgegeben hätte." Mit der Tapete, mit dem Strampelanzug des Babys fängt es an: die Festlegung auf eine Rolle. Eine Norm. Was, wenn sich ein Mensch im Lauf seiner Entwicklung davon wegbewegt? Diese Frage stellt sich der Autor und Illustrator Julius Thesing weiterlesen...

von: Gallus Frei, Amriswil
10. April 2021

„Rauschige Sprache“

Man stösst völlig unerwartet auf sie. Und sie entpuppen sich als Perlen, als Edelsteine, glänzen in warmem Licht, leuchten aus allem heraus. Nicht weil sie bisher verborgen waren, sondern weil man blind an ihnen vorbeiging, nicht von ihnen wusste. Und dann hält man diesen Schatz in Händen, reibt sich die Augen ob der Strahlkraft, die der Schatz besitzt. „Der Vorhang“ von Beatrix Langner ist ein solcher Schatz!

© Matthes & Seitz

Wäre ich in der Jury irgend eines Buchpreises, dann würde ich für dieses Buch die Fahne schwenken. Ein Buch in überraschender Sprache, einem Sound, der mich betört, Sätzen, die mich berauschen und einer Konstruktion, die fasziniert. Ein Buch mit vielen Ebenen, Schichten, die sich dem oberflächlichen Lesen entziehen, mit Bildern, die in ihrer Intensität bewegen, einer Bedeutsamkeit, die weit über den Nabel der Schriftstellerin hinausgeht. Ein Buch, das gleichermassen erzählt und Fragen stellt, das mich auf ganz verschiedenen Ebenen mitnimmt. „Der Vorhang“ ist von erhellender weiterlesen...

von: Thienemann Verlag / Red.
9. April 2021

Kinderbuchtipp: „Früh los“ von Daniel Fehr und Lotte Bräunig

"Es berührt eine lebensbejahende Melacholie, dieses Buch. Und zeigt die Seiten der Kindheit und des Alters, über die man mehr nachdenken müsste."
Urs Heinz Aerni

© Buchcover Thienemann-Esslinger Verlag

Verlagsinformationen: Eine bewegende Vorlesegeschichte, die ganz beiläufig zu einer Allegorie über das Jung-sein und das Alt-werden gerät. Für Kinder ab 4 Jahren. Jon darf mit seinem Opa zum Wandern, rauf auf den großen Berg. Ganz früh am Morgen gehen die beiden los. Jon springt über Wurzeln, stöbert flinke Waldmäuse auf, lässt Steine über den See flippen. Opa geht langsam und gemächlich. Pausen brauchen sie beide. Und beide werden müde, noch bevor sie den großen Berg erreichen. Kunstvoll illustriert von Lotte Bräuning. Daniel Fehr studierte an der amerikanischen weiterlesen...