• Was macht die Technik mit uns?

  • Im Herzen ein Kind in der Tasche ein Revolver.

  • Roland Freisler - Mörder im Dienste Hitlers

  • Honig und Quarz - Lyrik und philosophische Zuspitzungen

  • Eine Antwort auf den Nach-PISA-Schulentwicklungspanikaktionismus

  • Der Schweizer Franken schwächelt, der Euro wird stärker, ein Grund wieder in der Schweiz Urlaub zu machen!

  • Die neue CD von Nicole Jo ist da!

  • Schräges und Humoriges, spontan hingeworfen

  • Schlatter entdeckt die Poesie im Unscheinbaren, die Schönheit im Morbiden.


von: Martin Kunz
11. Dezember 2017
Kommentar

Denken und Träumen

Das Denken ist nur ein Traum des Fühlens. Novalis
Woher die Gedanken kommen, dort wird nicht gedacht. Jan Philipp Reemtsma
Urs Heinz Aerni

© Urs Heinz Aerni

1 Was sich zeigt, ist Ausdruck dessen, was sich nicht zeigt. Deshalb sollten wir nachdenklich sein. „Nachdenklich sein“ soll hier heissen, sich in aller Stille ins Unterschwellige, Untergründige zu versenken – ohne in ihm zu versinken. Der Imperativ der Aufklärung, das vernunftorientierte Selberdenken zu wagen darf die pöbelhaften Sinne (Kant) nicht verdrängen. Ohne das Zwinkern der Nymphen und Kobolde, ohne Klang und Rausch und rätselhaften Dunst des Nächtlichen kommt das Denken zu früh ans Ende, an eines, das gar keines ist. Der Haken aufklärerischer Absicht ist ihr weiterlesen...

von: Giorgio Avanti
8. Dezember 2017
Kommentar

Die Kirschtorte klebt

Von Giorgio Avanti

©

Der Chevrolet Bel Air ist ein Halbautomat, hat ein rotes Dach und ist beige, mit Weisswandreifen. Jahrgang 1953. Ein richtiger Strassenkreuzer. Zwei freche Blechbrüste, auf der vorderen Stossstange. Jakobs Vater kauft in der Konditorei Müller die sonntägliche Kirschtorte. Mutter liebt Kirschtorten, so schön genässte. Vater legt die Torte behutsam auf den Fahrersitz. Rotes Leder. Von Hand genäht. Gegen Aufpreis. Der Chevrolet parkt unter vollblättrigen Platanen, hundert Meter vom Restaurant Altmünchen entfernt. Also geht Jakobs Vater zu Fuss, frühlingsbeschwingt. Dort wartet weiterlesen...

von: Heiko Schwarzburger
7. Dezember 2017
Kommentar

Tipp für Weihnachten (4): Das Labor der zwei Türme

Die Festtage nahen. Noch keine Geschenkidee? In diesem Jahr gibt es für Ihre Lieben, Geschäftspartner und Kunden ein besonderes Präsent: Der Roman „Zen Solar“ ist das Buch zur Energiewende. Hören Sie rein oder lesen Sie einen Auszug.
Sunworx

© Sunworx

Im Bayerischen Wald liegt der Hohe Bogen, ein sanfter Bergrücken, der markante Türme trägt. Das war früher eine Abhörstation der Amerikaner, die im Kalten Krieg den Pershing-Raketen die Ziele zuweisen sollte. In Sichtweite auf der tschechischen Seite hatten die Russen eine ähnliche Station errichtet: für ihre SS-20. Heute dienen die Türme an der ehemaligen Grenze als Forschungslabor für Solartechnik. Im Dreiländereck von Bayern, Österreich und Tschechien ergeben sich für die Menschen völlig neue Möglichkeiten: Grüner Frieden sichert Wohlstand und Zukunft. Hören Sie weiterlesen...

von: Helbling Verlag / Tiroler Kammerorchester InnStrumenti/uha
6. Dezember 2017
Kommentar

Hörtipp: volXmusik Innstrumented

Eine Musik, auf die man sich unbedingt einlassen muss! (Urs Heinz Aerni)
Helbling Verlag

© Helbling Verlag

Auch bei der CD volXmusik InnStrumented des Tiroler Kammerorchesters InnStrumenti ist der Name Programm: Alle Kompositionen handeln in der einen oder anderen Weise von einer Begegnung der zeitgenössischen "klassischen" Musik mit der Volksmusik. Dadurch spannt dieser Tonträger einen ganz speziellen Klangbogen, ausgehend von Regionen, die bis heute in besonderer Weise durch die (alpenländische) Volksmusik geprägt sind: Als österreichische Referenz für die Auseinandersetzung mit volksmusikalischen Traditionen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gilt zweifelsohne Werner Pirchner weiterlesen...

von: Klever Verlag Wien / uha
5. Dezember 2017
Kommentar

Lesetipp: „30 Anstiftungen“

Dieses Buch vermittelt auf das Werk von Karl Kraus neue Zugänge. Er täte wohl auch der heutigen Zeit gut... (Redaktion)
Klever Verlag

© Klever Verlag

Da ist Richard Schuberth, dessen „30 Anstiftungen“ zur Lektüre von Kraus nun in einer erweiterten neuen Ausgabe wieder greifbar werden, schon ein anderes Kaliber. Der Wiener Essayist und Dramatiker beschneidet seinen Autor nicht, zeigt ihn als den unbedingten und produktiven Hasser der bürgerlichen Gesellschaft, der tiefer zielte, als es vernünftige politische Parteinahme gelten lassen kann, und deshalb auch die Absicht unterläuft, ihn zwischen links und rechts – zu Kraus‘ Lebzeiten hieß das auch noch: revolutionär oder reaktionär – einzuordnen oder aufzuteilen. Schuberth weiterlesen...