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von: Monika Lustig, Edition Converso, Bad Herrenalb
4. Mai 2021

Buchtipp von Monika Lustig: „Der Bienenleser“ von José Luis de Juan

Geschätzte Lesende, Freund-e, Buchhandelnde!
Leonardo Sciascia hatte sie alle auf dem Schirm – auch Napoleon Bonaparte. „Er hat eine Manie: das Spielen. Auf Landkarten Phantasieschlachten schlagen oder historische Schlachten neu austragen, allerdings mit einem anderen Ausgang."
(Napoleon als Schriftsteller, in Gesamtwerk Bd. II, 2019, Mailand)

Ein Gastbeitrag der Verlegerin von Edition Converso, Monika Lustig mit Ausblick auf das neue Programm:

© Edition Converso

    Zu Napoleons 200. Todestag: eine originelle Annäherung an den Mythos Am 5. Mai 1821 starb Napoleon auf St. Helena, fernab von Europa. Es ist sein zweites Exil, schon 1814 war der abgedankte Kaiser von den siegreichen Alliierten auf die Insel Elba verbannt worden, in Sichtweite seiner Heimat Korsika. Drei Bienen zieren noch heute Elbas Flagge – Napoleon hatte sie anstelle der bourbonischen Lilie zu seinem Wappenmotiv gewählt. In seinem atmosphärischen, subtil-ironischen Roman Der Bienenleser (ISBN 978-3-9819763-2-8) greift José Luis de Juan die Wappentiere weiterlesen...

von: Redaktion mit der Zusammenarbeit mit dem Hep Verlag Bern
30. April 2021

Berufen statt zertifiziert

Arbeit strukturiert unsere Gesellschaft und prägt uns selbst. Wir werden aus-, fort- und weitergebildet, damit wir in unserem Beruf bestehen, den eigenen Unterhalt verdienen und für eine Familie sorgen können. So war das jedenfalls, bevor die digitale Transformation einsetzte. Nun fallen Jobs weg und damit auch gleich ganze Berufe und Lebenskonzepte. Für die neuen Arbeitsanforderungen qualifizieren die im tradierten Bildungssystem erworbenen Abschlüsse und Zertifikate nicht. Was denn sonst? Anja C. Wagner macht uns Mut für Veränderung.

© Anja Wagner - Hep Verlag Bern

  Drei Fragen an Frau Dr. Anja C. Wagner Digitale Transformation, Innovation, Disruption ... Inwiefern beeinflussen diese Prozesse unser Arbeitsleben? Das kommt darauf an, ob Sie der neuen Mittelklasse mit ihrem «Growth Mindset» angehören, die es gewohnt ist, sich mittels digitaler Technologien immer wieder in neuen Konstellationen zu bewegen, neu zu lernen und an der Entwicklung kultureller Innovationen mitwirken zu können. Oder ob Sie dank unseres bisherigen Bildungssystems und kulturellen Digitalstaus eher im «Fixed Mindset» gefangen sind. Das ist allerdings weniger weiterlesen...

von: H. S. Eglund
29. April 2021

Omas for Future machen mobil für Klimaschutz

Jetzt werden die Oldies aktiv: Sie rufen dazu auf, Klimawünsche überall in Deutschland auf Banner zu schreiben und sie zu einer Sternfahrt mit Fahrrädern einzureichen – rechtzeitig zur Bundestagswahl. Crowdfunding unterstützt die Kampagne.

© Omas for Future

Die Energiewende und Aktionen gegen die Klimaerwärmung nehmen Fahrt auf – vor allem in den Köpfen der Menschen. Omas for Future ruft dazu auf, eines oder mehrere Bänder mit Wünschen für gutes Klima zu beschriften. Das können Schleifen sein, ebenso ein schmales Stück alter Stoff. Sehr gut eignet sich die Aktion, um die jüngere und die ältere Generation zusammen zu bringen. Denn nur gemeinsam gibt es die Chance, etwas zu verändern. Crowdfunding bis 19. Mai 2021 Geplant ist eine Sternfahrt im Vorfeld der Bundestagswahl im Herbst, um die Klimawünsche in die Medien und die weiterlesen...

von: Gallus Frei, Literaturvermittler und Herausgeber von Literaturblatt.ch
29. April 2021

Gallus Frei las „Die Leben des Gaston Chevalier“ von André David Winter

Längst nicht jede Geburt steht unter einem guten Stern, auch wenn man die eine jede Weihnachten feiert. André David Winter, der sich 2007 mit seinem ersten Roman „Die Hansens“ schon einmal in die Abenteuer einer Familie hineinschrieb, überzeugt mit seinem neuesten Roman nicht nur durch den so gar nicht helvetisch großzügigen Schwung des kräftigen Erzählens, sondern durch einen Sound, durch Bildfarbe, die an Französische Filme erinnert, nicht nur wegen der frankophonen Namen.

© Edition Bücherlese

Gaston wird 1929 in eine Pariser Artistenfamilie hineingeboren. Sein Vater ist artiste et céphalopode, Schlangenmensch, selten bis nie zuhause. Seine Mutter versucht sich selbst als Modistin über die Runden zu bringen, mehr schlecht als recht, zumal ihr Gemahl nur in den seltensten Fällen Geld von seinen Streifzügen zurück nach Hause bringt. Man deponiert den kleinen Gaston mal hier mal da, bis er im Unrat einer entfernten Verwandten liegen bleibt und zu einem sabbernden Stück Dreck zu werden droht, das die Tante bloss ihr „Tier“ nennt. Glücklicherweise kehrt Gastons Vater doch weiterlesen...

von: PD/Redaktion
29. April 2021

Zwei sehr unterschiedliche Bücher zu und über Heinrich von Kleist sind erschienen. Beide ein Lesevergnügen mit Mehrwert.

© Heinrich von Kleist, Reproduktion einer Illustration von Peter Friedel, die der Dichter 1801 für seine Verlobte Wilhelmine von Zenge anfertigen ließ

  „Kleist – der letzte Akt“ von Ulrich Land, Kameru Verlag, ISBN 978-3-906082-79-0, 2021 Am 21. November 1811 hat sich Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist am Stolper Loch, (heute Kleiner Wannsee, Berlin), erschossen, nachdem er zuerst seine Geliebte Henriette Vogel mit ihrem Einverständnis erschoss und dann sich selbst tötete. Henriette Vogel bat um eine gemeinsame Bestattung »in der sicheren Burg der Erde«. Da der Suizid damals gesellschaftlich und kirchlich geächtet war, hatte man Kleist und Henriette Vogel am Ort ihres Selbstmordes begraben. Ihnen blieb ein Grab auf weiterlesen...