• "Alma" von Renata Burckhardt

  • Edition Königstuhl - das neue Programm

  • "Die Enthüllung" von Kerstin Chavent

  • Alpentram

  • Unser Haus dem Himmel so nah

  • "Tödlicher Filmriss" von Peter Janovsy

  • Klever Verlag - Das neue Programm


von: Petra Lohrmann
11. Januar 2022

Petra Lohrmann las: „Verteidigung des Unsinns, der Demut, des Schundromans und anderer mißachteter Dinge“ von Gilbert Keith Chesterton

© Faber & Faber

  Was für ein Titel, was für ein Buch! Es ist ein Schmaus, ein Hochgenuss, Anregung und Aufforderung, Anleitung zum Denken und Hinterfragen, zum Sicheinlassen auf Worte, Vergangenes, ein in Frage stellen von Gewohnheiten und der ganzen Welt. Sechzehn Essays über Entferntes und Naheliegendes, garniert mit wundervollen Zeichnungen. Gilbert Keith Chesterton (1874-1936) ist vor allem durch seine Kriminalromane um die Figur Pater Brown bekannt, doch er schrieb weit mehr als diese beliebten Geschichten. Mit Anfang zwanzig begann er Kunst- und Literaturkritiken zu schreiben, später weiterlesen...

von: H. S. Eglund
8. Januar 2022

Lyriktipp: Die Schläfer von Metropolis

Vor 40 Jahren erschien die englische Lyrikerin Anne Clark wie ein Komet an der Spitze der Music Charts: The Power Game wurde ein Hit, später Sleeper In Metropolis, Heaven oder Hope Road. Spannend bis heute: Ihre leisen Töne – Rilke, Rückert und die Stille, die zwischen den Zeilen schwingt.

© H.S. Eglund

So schallte es 1982 aus den Boxen, vom Stakkato einer Hymne unterlegt: A little less of what you want And more of what you‘ve got Is enough to keep you struggling Without hatching other plots … Don‘t tell me how to live my life Don‘t tell me what to do Repression is always brought about By people with politics and attitudes like you! Die klare, beinahe schneidende Stimme von Anne Clark bohrte sich in die Hirne und die Herzen der jungen Leute, sie traf den Nerv ihrer Zeit – sprichwörtlich. In Großbritannien regierte Maggie Thatcher, in den USA Ronald Reagan – beide weiterlesen...

von: Markus Hofer, D'REGION, Burgdorf (Schweiz)
7. Januar 2022

Der unsterbliche Umberto Eco

Ein Gastbeitrag von Markus Hofer, Verlagsleiter des Medienzentrums GmbH mit Sitz in Burgdorf, die u. a. die Zeitung "D'Region" herausgeben.

© DTV München

In dieser Woche hätte der italienische Schriftsteller, Intellektuelle und Kolumnist Umberto Eco seinen 90. Geburtstag feiern können. Geboren am 5. Januar 1932 als Sohn eines Buchhalters in der norditalienischen Stadt Alessandria, studierte er entgegen dem Wunsch seiner Eltern, die ihn zu einer Karriere als Rechtsanwalt drängten, Philosophie und Literaturwissenschaft. Diese Wahl sollte der leidenschaftliche Bücherliebhaber nie bereuen. Rasch machte er sich einen Namen als brillanter Wissenschaftler und scharfsinniger Publizist. Ende der 1970er-Jahre begann der Professor für Semiotik an weiterlesen...

von: Universitätsmusik Osnabrück Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
7. Januar 2022

Uni Jazz Night – Mix aus Jazz, Blues und Swing am Samstag, 15. Januar, im Blue Note

© Die Uni-Jazzcombo "There they step" ist mit alten Blues Songs und frühem Swing bei der „Uni Jazz Night“ am 15. Januar im Blue Note dabei. Foto: Florian Strobeck /Uni Osnabrück

  OSNABRÜCK.- Die Jazzer des Instituts für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Universität Osnabrück bieten am Samstag, 15. Januar, den Besuchern der „Uni Jazz Night“ im Blue Note wieder ein äußerst abwechslungsreiches Programm. Mit dabei sind die Jazzcombos „There they step“, das „Westlantrich Trio“ und „Mr. Finish Line“. Geboten wird ein bunter Mix aus Jazz, Blues, Swing, Sting, Latin und Eigenkompositionen. Beginn ist um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung unter https://tickets.uni-osnabrueck.de/unimusik/ erforderlich. Uni Jazz Night - Mix weiterlesen...

von: Jill Grey
4. Januar 2022

Textprobe aus „Henry“ von Jill Grey

Henry lebt in Zürich und ist Psychiater, wohlgemerkt kein erfolgreicher bezüglich der Heilung seiner Patienten, was unter Umständen daran liegt, dass ihm seine Arbeit keine Freude bereitet. Wenn man es recht bedenkt, bereitet ihm gar nichts Freude, ausgenommen, er kann beim Heimkommen über eine Plastikente fahren, welche ein Kind in seiner Einfahrt liegenlassen hat.

Fact ist: Henry ist kein netter Mensch.

Möchten Sie Henry eine Woche lang bei der Arbeit und in seiner Freizeit begleiten?

Wenn Ja, werden Sie diesen kleinen Mann mögen? Oder werden Sie ihn verachten? Eventuell fühlen Sie sich mit ihm verbunden? Vielleicht haben Sie aber auch Mitleid oder hegen gar Sympathien für ihn?

Viel Spaß beim Lesern dieser Textprobe von Jill Grey

© Cover Henry von Gill Grey

  Montag   Vor dem Badezimmerspiegel stehend gleitet Henrys Blick wie jeden Morgen intensiv und kritisch über sein Spiegelbild. Zu seinem Leidwesen ist es ihm auch heute nicht vergönnt, eine Veränderung zu erkennen. Mit zusammengekniffenen Augen neigt er sein Haupt näher an den Spiegel heran; keine Spur von üppiger Haarpracht, die aus seinen Geheimratsecken sprießt, diese starren ihn weiterhin – gleich zwei kleiner Fußballfelder – öde an. Nicht einmal der Ansatz von Wachstum vermag er zu erhaschen. Hat er wirklich erwartet, dass innert einer Woche dort eine weiterlesen...